Eine Pflanze kann noch so liebevoll gepflegt werden – eingebettet in die beste Erde, genährt von Sonne und gutem Dünger.
Wenn der Topf zu eng ist, bleiben ihre Wachstumschancen limitiert.

Genau so ist es mit unserem Atem: Er braucht den Raum, den wir ihm im Körper, z.B. mit Yoga schenken können.

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FAQ

Viele bringen mit Yoga die einzelnen Positionen (Asanas) in Verbindung – das ist allerdings nur ein kleiner, wenn auch sehr wichtiger Teil. Im Grunde nutzen wir die körperlichen Übungen und den Atem als Werkzeug, um das ständige Gedankenkarussell im Kopf für eine Weile auszuschalten. Anstatt dich von Alltagsstress, To-do-Listen und Sorgen kontrollieren zu lassen, lernst du auf der Matte, einfach mal durchzuatmen und ganz im Hier und Jetzt anzukommen. Yoga ist am Ende kein Leistungssport, sondern die Kunst, innerlich zur Ruhe zu kommen und dich in deinem eigenen Körper wieder rundum wohlzufühlen.

Ein klares Ja – denn beim Yoga gibt es keinen Wettkampf und keine Pokale für die „coolste“ Pose.

Jeder Körper ist absolut individuell und bringt jeden Tag eine andere Form mit. Deshalb zeige ich dir für die Übungen immer verschiedene Level und Modifikationen, sodass du genau so weit gehen kannst, wie es sich für dich richtig anfühlt. Wir vergleichen uns nicht mit anderen, sondern lernen, auf den eigenen Körper zu hören.

Darf es dabei mal aus der Komfortzone herausgehen? Auf jeden Fall! Genau dort wachsen wir. Wichtig ist es jedoch, den „Sweet Spot“ zu finden: die Grenze, an der du dich forderst, ohne deinem Körper zu schaden. Am Ende geht es darum, dass du ein kleines Stückchen über dich hinauszuwachsen kannst und mit einem rundum guten Gefühl von der Matte gehst.

Die philosophische Frage des Zubehörs. 

Hier eine Übersicht, was es gibt und wann es Sinn macht.
Meine Empfehlung: Wähle was dir Sicherheit gibt. Mehr Sicherheit hilft dir, Übungen präziser und tiefer auszuführen. Du bist weniger Verletzungsanfällig und machst schneller Fortschritte.

  • Yoga Matte

    Empfehlung: Ganz klares JA!
    Vorteil: Sie bietet dir rutschfesten Halt für einen sicheren Stand und ist zudem hygienischer.
    Alternative: Viele Yogastudios haben Leih-Matten. Frage unbedingt vorher nach.

  • Faszienball

    Empfehlung: Ja, für alle!
    Vorteil: Perfekt, um vor der Stunde die Fußsohlen auszurollen und ein gesundes, gelöstes Fundament für deine Balance zu schaffen. Füße ausrollen ist auch eine tolle Routine für den täglich start in den Tag.
    Alternative: Ein ganz normaler Tennisball oder ein harter Massageball funktionieren als kostenloser Ersatz wunderbar.

  • Yoga Blöcke

    Empfehlung: Besonders für Einsteiger oder bei verkürzter Rückseite der Beine.
    Vorteil: Sie „verlängern“ deine Arme, bringen den Boden näher zu dir und geben dir spürbar mehr Stabilität, wenn die Flexibilität noch fehlt.
    Alternative: Schnapp dir einfach zwei dicke, stabile Lexika oder fest gebundene Bücher.

  • Yoga Gurt

    Empfehlung: Ja, wenn du in Vorbeugen noch nicht an deine Füße kommst.
    Vorteil: Er vergrößert sanft deine Reichweite, sodass du intensiv dehnen kannst, ohne dich im Rücken oder in den Schultern zu verkrampfen.
    Alternative: Stabiler Hosengürtel oder das Band deines Bademantels

  • Knie-Polster

    Empfehlung: Nur, wenn deine Knie empfindlich sind.
    Vorteil: Wer eine harte Matte oder sensible Gelenke hat, schont damit die Knie im Vierfüßlerstand. Wenn du da schmerzfrei bist, brauchst du es schlichtweg nicht.
    Alternative: Ein kleines, gefaltetes Handtuch oder ein flaches Sofakissen tun es am Anfang auch.

  • Meditationskissen

    Empfehlung: Ja, wenn deine Hüften fest sind oder der untere Rücken im Sitzen rund wird.
    Vorteil: Es richtet dein Becken auf, damit du schmerzfrei aufrecht sitzen kannst. Wenn deine Hüften super flexibel sind und du eh entspannt auf dem Boden sitzt, brauchst du es höchstens, damit der Hintern nicht kalt wird.
    Alternative: Ein festes Wohnzimmerkissen oder ein stabil zusammengelegtes Kopfkissen.

  • Decke

    Empfehlung: Wenn du es dir am Ende nochmal gemütlich machen möchtest – angepasst an die Jahreszeit!
    Vorteil: Sie wärmt deinen Körper in der wohlverdienten Tiefenentspannung (Savasana). Im Winter ist eine kuschelige Decke Gold wert.
    Alternative: Vielen reicht auch ein gemütlicher Pulli und dicke Socken.

Ankommen

Komme am besten 10 Minuten vor Kursbeginn an. So hast du genug Zeit, dir in Ruhe deinen Platz zu suchen, deine Matte auszurollen und erst einmal kurz durchzuatmen, bevor es losgeht.

Die Stunde

Wir starten mit einem kurzen Moment der Ruhe und arbeiten uns über sanfte, mobilisierende Bewegungen langsam zu etwas kraftvolleren Flows vor. Dabei zeige ich dir immer verschiedene Varianten, sodass du die Intensität jederzeit selbst bestimmen kannst – ganz egal, ob du es heute seichter oder intensiver brauchst. Ziel ist es, deinen Körper in alle Richtungen zu bewegen und die perfekte Balance zwischen An- und Entspannung zu finden. Die Praxis variiert von Woche zu Woche, um gezielt Kraft aufzubauen sowie Flexibilität und Mobilität zu fördern. Mit spürbar mehr Leichtigkeit und Freiheit im Körper lassen wir die Stunde schließlich bei einer kleinen Atemübung und einer kurzen Meditation entspannt ausklingen.

Eine Yoga-Einheit dauert bei mir in der Regel 90 Minuten.

Mein zertifizierter Basis-Stil ist Vinyasa Yoga – aber meine Stunden sind noch so viel mehr als das. Als ausgebildeter Atemtrainer spielt die Atmung bei mir eine ganz besondere Hauptrolle: Sie trägt dich durch die Bewegung und bringt deinen Geist zur Ruhe. Gleichzeitig integriere ich alles in die Praxis, was deinem Körpergefühl einen echten Mehrwert liefert. Deshalb kommen auch moderne Mobility-Routinen bei mir nicht zu kurz. Kurz gesagt: Wir nutzen das Beste aus verschiedenen Welten, damit du die Stunde mit einem spürbar besseren Körpergefühl verlässt, als du angekommen bist.